Religiöse Motive für öffentliches Handeln galten in der deutschen Gesellschaft lange Zeit als inakzeptabel oder irrelevant. Das Zeitalter einer weltumspannenden Säkularisierung schien unaufhaltsam. „Religion ist Privatsache.“ Diese Position wird seit geraumer Zeit in Frage gestellt., wenn sie als eine gesellschaftliche Entscheidung zur Nicht-Reflexion religiöser Orientierungen verstanden wird.
Die DenkArt-Reihe „Religion in der säkularen Gesellschaft“ thematisiert wichtige Fragestellungen des Themas. Ausgangspunkt ist dabei das aktuell gewordene gesellschaftliche Interesse an religiösen Fragen. Die Reihe richtet die Aufmerksamkeit nicht hauptsächlich auf institutionalisierte ökumenische, christlich-jüdische oder christlich-islamische Dialoge etc., sondern sucht stattdessen die religiösen Entwürfe mit den gesellschaftlichen Fragestellungen und Problemen zu konfrontieren. Die Religion(en) als ein Element der heutigen Gesellschaften wichtig zu nehmen, ihre Bedeutung besser zu begreifen, ihre Entwicklung und Widersprüchlichkeit zu verstehen: Diese Aufgabe der demokratischen Gesellschaft – auch als Gesellschaft sinnsuchender Individuen – wird durch die Veranstaltungsreihe wahrgenommen werden. Dabei wird die Kritik an den Religionen, die Gründe für Religionsfeindschaft und der Zusammenhang von Aufklärung und atheistischen und agnostischen Positionen in der Entwicklung der modernen Gesellschaft ebenso wie die Quellen der Religiösität thematisiert.
Einige (geplante und stattgefundende) Veranstaltungen:
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