Im Wort verborgen der Sehnsucht Weite
Annäherungen an eine fremde Heimat

Alles Leben ist mit Erfahrungen verbunden. Nicht zuletzt sind Erfahrungen "Reise-Erkundungen". Wer reist, bewegt sich allerdings fort von dem, was Heimat ist, er gerät in die Fremde. In der Fremde ist er immer der Andere, wird zur Projektionsfläche für die dortigen und häufig auch Feind. Haben die Fremden gerade durch den Schnitt, den sie sprachlich erleben, durch die "Erfahrungen" die sie machen mußten, den Ortsansässigen etwas voraus? Und dieses Voraushaben ängstigt tatsächlich: Aber warum?

Wer sich neu zurechtfinden muss, bringt einen neuen Blick mit auf die Wirklichkeit, in der er ankommt.


Dienstag, 29. April - 20.00 Uhr

So sieht er anderes und manchmal mehr, manchmal viel schärfer, als die, die schon lange in einer Gesellschaft leben. Vergleiche mit Bekanntem werden gezogen, und so erscheinen Besonderheiten dessen, was man hinter sich ließ ebenso wie der deutschen Gesellschaft. Heimweh entsteht, wenn manches zu fremd bleibt. Fremde erforschen fast automatisch die Offenheit einer Gesellschaft und die Abwehrmechanismen, hilfreiche Angebote und Rätsel, die bleiben. Und: häufig auch die Unterschiede eines Landes, geographisch und historisch, die den Rahmen geben, wie lebbar der Platz zwischen den Stühlen erfahren wird.

Erfahrungen des Fremdseins und die Suche nach der "eigenen Sprache" in der deutschen Kultur: Wie verhalten sich polnische, englische oder italienische Worte in der deutschen Welt ? Was verbindet und bedeutet die Muttersprache, wenn das Leben in Frankfurt am Main stattfindet und Sizilien, Indonesien, Polen oder Kasachstan 5 oder 25 Jahre weit entfernt liegen?


Ein Abendgespräch mit dem "Literaturclub der Frauen aus aller Welt" über Erfahrungen mit der deutschen Kultur, Sprache und Mentalität. Mit Barbara Höhfeld, Margarete Gamdzyk, Agapi Mkrtchian, Yolande de Nobile und Venera Schneider. Moderation: Bärbel Bimschas.

Eine DenkArt-Veranstaltung im Rahmen des Projektes Innen- und Außensicht: Verständigung über die Gesellschaft der Zukunft. Das Projekt wird gefördert von der Aktion Mensch. .


26. April 2007 im alten Literaturhaus


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